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Räuchern – ein Anfang

Was versteht man unter Räuchern? In den sozialen Netzwerken und in der Werbung werden unter dem Thema meist nur indische Räucherstäbchen bzw. -kegel verstanden, welche den Endverbraucher regelrecht in Art und Vielfalt überschwemmen und doch meist mit chemischen Zusätzen versetzt sind, die unsere Gesundheit nicht gerade unterstützen.

Unsere eigenen Traditionen sind offenbar eher eingeschlafen. Üblicherweise sind nur zur Weihnachtszeit die Räucherkegel öfter in den Wohnungen vertreten und verströmen Tannenduft und Zimtaromen, um diese Zeit mental einzustimmen. Es scheint vergessen zu sein, dass es in Mitteleuropa üblich war, in Wohnräumen und Ställen mit Pflanzen(-teilen) zu räuchern um beispielsweise böse Geister und Krankheiten zu vertreiben. Die heilende Wirkung der Pflanzen auf Geist und Seele, das Zelebrieren der hohen Tage des Jahres, all diese Traditionen geraten zunehmend in Vergessenheit.

Durch das Räuchern wird der feinstoffliche Körper angesprochen. Feiner als Haut und Knochen sind wir von diesem durchdrungen und umgeben. Es handelt sich um eine eigene Wahrnehmung und auch Schmerzempfindung, eigene Anatomie, Chakren, Energiepunkte, … Wenn man lernt damit umzugehen, können sich Lebensqualität wie auch Vitalität verbessern.

Als Start in die Praxis möchte ich die Birke vorstellen: Die Rinde lässt sich bei einem Spaziergang leicht identifizieren und in unseren Wäldern liegen oft Stämme auf dem Boden. Man benötigt lediglich ein wenig Geduld, ein Messer und einen Stoffbeutel für die Sammlung. Mit ausreichend Vorsicht lässt sich die Rinde leicht lösen und kann auch bei Zimmertemperatur (bestenfalls auf einem Blech ausgebreitet) trocknen. Danach lässt sich die Rinde entweder per Hand zerpflücken, in dünnere Stückchen schneiden oder in einem Mörser mahlen. Für eine erste Räucherung empfiehlt sich eine Kohletablette auf Sand und einem feuerfesten Untergrund, meist einer Abalone-Muschel.

Birkenrinde ist der Göttin Birgit gewidmet, der Schutzherrin der Dichter, Schmiede und Ärzte. Die Birke steht für Harmonie, Frieden und Beruhigung. Sie vermittelt das Gefühl von Geborgenheit und Weisheit. Mit der Zuordnung zu den weiblichen Energien stärkt sie den Urglauben an sich selbst.

Aber Vorsicht! Birkenrinde ist auch in feuchtem Zustand brennbar und ein regelrechter Zunder für Feuer. Ein behutsamer und bedachter Umgang muss grundsätzlich vorausgesetzt sein.